Verfasst von: forellino | 23. April, 2008

Mein Saisonstart 2008 bei Kiefer

Hi Leute,

nach meinem recht frostigen Start im Februar bei Naroda, beschloss ich im März mal wieder beim Forellehof Kiefer in Oberhausen-Sterkrade vorbeizuschauen. Es war ein leicht bewölkter Tag mit Temperaturen um die 10 °C, eigentlich ganz ok um den Forellen nachzustellen.

Kurz ein paar Worte zur Anlage. Neben einer kleine Mietwanne, stehen noch 4 Teiche von ca. 500 m² bis ca. 2.500 m² zur Verfügung. Es gibt genügend Sitzmöglichkeiten und rundherum sind Schutzhütten vorhanden. Neben Köder und Ausrüstung wird auch im Grill für das leibliche Wohl gesorgt. Zudem ist die Anlage gut für Rollstuhlfahrer zugänglich.

Forellenhof Kiefer - Teich 5

Hier könnt Ihr Teich 5 sehen, der Größten der Teiche. Die Sitzmöglichkeiten sind für meinen Geschmack leider etwas eng bei einander, was manchmal unweigerlich zu kleinen Diskussionen führt. Teich 5 ist auch der einzige Ganztagsteich wo 2 Ruten erlaubt sind. Dementsprechend ist manchmal der Andrang.

Aus langjähriger Erfahrung weiß ich, das es sich hier meist nur im Frühjahr und Herbst für mich lohnt, da für meine bevorzugte Sbirolino-Montage der Teich zu schmal ist und daher in der Regel die Schlepppose zum Einsatz kommt. Da ich aber in nur 15 Minuten vor Ort sein kann, nutze ich die Anlage gerne mal für’s Feierabend Angeln. Mit 18,- Euro für den Tagesschein, finde ich die Anlage mittlerweile etwas zu teuer.

Die Qualität der Forellen und der Besatz sind soweit in Ordnung. Regelmäßig gibt es Sonderbesatztage mit Lachsforellen bis ca. 5-6 Pfund. Zum Nachtangeln wird auch Stör und Wels als Sonderbesatz eingesetzt.

Wie auf dem Bild oben zu sehen war der Teich schon gut besetzt aber noch vernünftig beangelbar. Als gegen 08:00 Uhr eingesetzt wurde, ließen die ersten Bisse auch nicht lange auf sich warten und einige gute Portionsforellen landeten im Kescher. Doch plötzlich, gegen 10:30 Uhr hörten die Bisse plötzlich auf. Was war los? Es hatte starker Seitenwind eingesetzt und ich saß leider mittig. Das kommt davon, wenn man zu Spät kommt. Die Forellen verzogen sich offensichtlich in den flacheren Teil, am Kopfende des Teiches. Meine Vermutung wurde, durch die anhaltenden Bisse bei den dort sitzenden Anglern, schnell bestätigt. Also beschloss ich erst einmal ein kleine Pause einzulegen und mich um mein leibliches Wohl zu kümmern. :-)

Gegen Mittag kamen unverhofft noch ein paar Nachzügler an den Teich, dies bedeutet das noch einmal eingesetzt würde und somit sich die Chancen in der Mitte wieder erhöhen würden. Ich sollte Recht behalten.

Direkt Rechts neben mir nahm ein junger Mann mit seinem kleinen Sohn Platz. Wir kamen ziemlich schnell ins Gespräch und dabei stellte sich heraus, das er lange nicht mehr geangelt hatte und nur wegen seines kleinen, vielleicht 7 Jahre alten Sohnes hierher zum angeln gekommen sei. Löblich, da der Nachwuchs nicht früh genug mit diesem Hobby anfangen kann.

Als gegen 13:30 nachbesetzt wurde, sollte sich das mit der langen Angelpause bestätigen. Ich zog in knapp 30 Minuten 6 Forellen an Land und er keine. Der Frust zeichnete sich deutlich an seinem Gesicht ab und die ständigen Fragen seines kleinen Sohnes, wann er denn endlich eine Forelle fangen würde, trugen nicht gerade zur Verbesserung seiner Laune bei.

17 schöne RegenbogenforellenPlötzlich kam er zu mir rüber und fragte ganz offen, was er wohl falsch machen würde. Ich schaute mir seine Ausrüstung genauer an und fand schnell ein paar Schwachstellen. Die waren schnell behoben und er legte mit neuem Elan los. Leider war ihm das Glück nicht hold. Er angelte nur knapp einem Meter neben mir, in gleicher Tiefe und mit gleichem Köder aber dennoch erhielt ich die Bisse. So gingen gut 90 Minuten ins Land und in meinem Kescher schwammen nunmehr 17 gute Forellen. Bei den beiden gab es leider immer noch nicht einen Biss. Entsprechend war die Laune. :-(

Da es mittlerweile kurz nach Drei war, beschloss ich einzupacken. Beim abschlagen der Fische rief ich den Kleinen zu mir und packte ihm 5 Forellen ein. Seine großen, leuchtenden Augen war mehr Wert als 1.000 Dankeschön. Er rannte laut rufend zu seinem Vater, um ihn die Forellen zu zeigen. Dieser kam dann, sichtlich verlegen zu mir rüber, um sich zu bedanken. Wir rauchten dann noch in Ruhe eine, fachsimpelten ein wenig und so legte sich sein Frust langsam. Ich machte mich dann auf den Weg um die Fische auszunehmen.

Nicht die gefangenen Fische, sondern die strahlenden Augen des kleinen Jungen, waren an diesem Tag der wirkliche große Fang :-)

bis demnächst, Eurer Forellino

Verfasst von: forellino | 22. April, 2008

Der Trout-Rotor „Elica Sprint“

Hi Leute,

heute mal etwas neues aus dem Ködersektor. Einige von Euch, die im Frühjahr bereits auf Angelmessen waren, werden sicherlich den neuen Forellenköder „Elica Sprint“ gesehen haben. Er wird hierzulande von der Fa. EXORI unter dem Trout Project vertrieben.

Elica SprintDen seit Jahren beliebten und erfolgreichen Forellenteig, zu einem Löffel oder Spinnerblatt geformt, kennt praktisch jeder. Viele haben sich oft über die verschmierten Finger geärgert oder darüber, das das Formen nicht so richtig geklappt hat. Genau diesen Umstand hat sich eine italienische Firma zu Herzen genommen und eine Drehkörper aus weichem Silicon entwickelt, der einer langgezogenen Schraube ähnelt. Daher auch der Name „Elica für Schraube“.

Elica Sprint OriginalverpackungDas ganze gibt es in 6 Farben, Weiß, Rot, Gelb, Grün, Silber und Schwarz. Zum einen in einer schwimmenden Ausführung und in einer Sinkenden. Je Dose werden 10 Stück einer Farbe verkauft, zur Zeit für ca. 6,80 Euro je Dose. Sie sind ca. 3 cm lang und sehr weich, was beim aufziehen auf den Haken deutlich von Vorteil ist. Am besten eignen sich Haken der Größe 4-6. So werden auch häufige Fehlbisse vermieden. Der Köder wird über dessen Mittelachse aufgespießt.

Elica Sprint am HakenMeine ersten Test bezüglich der Handhabung, waren durchweg positiv. Das Material lässt sich sehr gut händeln. Einmal aufgezogen übersteht der Köder auch sehr weite Gewaltwürfe. Das beste ist allerdings seine Agilität im Wasser, er dreht wie Teufel :-) Bei vorsichtiger Handhabung kann der Köder auch wieder vom Haken genommen werden und eignet sich noch zu Widerverwendung, zum Teil mehrfach. Es lassen sich auch mehrere Fische mit dem gleichen Köder hintereinander fangen, ohne einen neuen aufziehen zu müssen.

Da es sich um einen Kunstköder handelt, der zwar aromatisiert ist aber nicht unbedingt sofort geschluckt wird, sollte der Anschlag unmittelbar nach dem Biss erfolgen. Sobald die Witterung besser wird und die Temperaturen steigen, werden auch die Forellen munterer. Dann wird dieser Köder ein echter Renner werden.

Ich berichte Euch in Kürze über die folgenden Live-Tests am Forellenteich.

Kein Produkt ohne Konkurrenz, auch dieser Kunstköder wurde in zwei etwas anderen Formen auf den Markt gebracht. Beide ähneln dem klassisch geformten Teigköder. Davon aber später mehr in einem eigenen Artikel.

Falls Ihr Elica Sprint getestet habt, würde ich mich über Eure Erfahrungen freuen.

Eurer Forellino

Verfasst von: forellino | 21. April, 2008

Mein Samstag bei Naroda

Für alle von Euch die Naroda nicht kennen, diese Forellenteich-Anlage liegt am schönen Niederrhein, in Schermbeck, Kreis Borken. Ein feine Anlage, die über 3 normale Teiche und ca. 10 kleine Mietteiche verfügt.

Was mir besonders gefällt ist die gute Infrastruktur der Anlage. Ausreichend Parkplätze und z. T. ist die Anlage auch für Rollstuhlfahrer gut erreichbar, leider nicht die größeren Teich 2 und 3. Im Laden bekommt man die wichtigsten Köder und Zubehör aber auch die Verpflegung fehlt nicht. Die Toiletten sind sauber und beheizt, was im Winter eine Wohltat sein kann ;-)

Forellenparadies NarodaTeich 1 ist ca. 1.500 m² groß, Teich 2 ist ca. 2.500 m² groß und Teich 3 ist ca. 5.000 m² groß. Teich 1 ist ein Halbtagsteich, 2 und 3 sind Tagesteiche. Mit 18,- Euro für eine Tageskarte nicht ganz billig aber die Forellen sind top und 2x pro Woche werden kostenlos Lachsforellen dazugesetzt. Links seht ihr übrigens eine Ansicht von Teich 2 aus. Mein erster Angeltag in diesem Jahr, am 16. Februar. Angeln bei Minus 2 Grad und Sonnenschein. Eine geile Erfahrung. Ihr könnt auf dem Fotos deutlich sehen, das die Hälfte zugefroren war. Nun aber genug der Werbung ;-)

Mein Angeltag

Für letzten Samstag (12. April) war einigermaßen gutes Wetter angesagt und somit war auch der Entschluss zum Angeln schnell gefasst. Fluchs am Freitag noch frische Bienenmaden bei Henne besorgt und die Ausrüstung kurz druchgecheckt. (Übrigens, scheut Euch nicht, die Bienenmaden auszuschütten und Euch dunkle sofort ersetzen zu lassen, sind schließlich teuer genug.)

Der Wecker war auf 05:15 Uhr eingestellt aber bereits um 04:00 Uhr war die Nacht vorbei. Also in Ruhe einen fetten Espresso gekocht und die Lebensgeister auf Touren gebracht. Aus Erfahrung wusste ich, dass eine Menge angelwütige sich vor dem Tor knubbeln würden, ergo bin ich bereits um 05:30 Uhr los. Nach 25 Minute stand ich in Schermbeck vor dem Tor und hatte bereits 4 wartende vor mir. Eigentlich nichts ungewöhnliches aber etwas kam mir komisch vor.

Zwei Autos vor mir stand eine Gruppe von 4 Mann und einer hatte ein Klemmbrett in der Hand. Er kassierte offenbar Geld von den anderen. Dieser Umstand weckte meine Neugierde, da öfter mal einer der Tagesteiche an Vereine vermietet wird. Da sah ich, wie ein Wagen ganz vorne plötzlich wendete und weg fuhr. Ich also hin zu den Jungs und erhielt die Info, Teich 3 wäre vermietet. Kein Problem dachte ich mir, gehst du halt an Teich 2. Da kam auch schon einer um das Tor zu öffnen.

Als ich grade meine Sache ausgeladen hatte, sprach mich besagter Mann an, ob ich auch zum Verein gehören würde, was ich verneinte und hinzufügte an Teich 2 gehen zu wollen. Er entgegnete mir, der sei auch vermietet. Shit dachte ich und ließ meinem Unwillen etwas freien Lauf. Solche Termine sollten doch frühzeitig auf deren Website angekündigt werden etc…

Nun hatte der Chef ein einsehen und gab den Halbtagesteich als Tagesteich frei. Leider blieben 10 Mann dort zum Angeln, was auf 1.500 m² schon etwas viel war. Aber egal, woanders hinzufahren hatte ich jetzt auch keinen Bock mehr. Als gegen 08:00 Uhr eingesetzt wurde, stieg meine Laune kurz an, da ich sah das nur große Regenbogen- und Lachsforellen eingesetzt wurde. Das versprach interessante Drills an feinem Zeug.

Kurz ein paar Worte zur verwendeten Ausrüstung. Es kamen leichte Forellenruten mit 5-25 WG und 3,15m Länge zum Einsatz. Kleine Stationärrollen von Shimano mit 0,20mm Hauptschnur und 0,16mm Vorfach 120cm mit 12er Gamakatsu-Haken. Ein Montage mit 2g Forellenpose, die andere mit einem 5g Rugby-Schleppkörper. Köder waren Bienmade, z.T. mit Made kombiniert und alle möglichen Farben an Powerbait. Weiß und Lachsfarben brachten Erfolg.

Leider hatte ich einen Kopfplatz erwischt und auch noch den Wind im Rücken. Dieser trieb die Forellen schon kurz nach dem Einsetzen an das andere Kopfende des Teiches, was mein Gegenüber sichtlich freute und er eine Forelle nach der anderen herauszog. Mein Frust stieg kontinuierlich an und flaute erst gegen 10 wieder ab, als ich endlich die erste Lachsforelle überlisten konnte. Leider entwickelte sich das Wetter nicht ganz so gut wie vorhergesagt, es zog zu und der Wind nahm auf starke Böhen zu.

Bis 15:00 Uhr konnte ich den Zähler noch auf 3 Lachsforellen und eine gr. Regenbogenforelle hochschrauben. Alle mit einer Rugby-Montage auf Teig geschleppt. Auf Stand nicht ein Biß zu verzeichnen. Zudem bissen die Biester extrem vorsichtig, war mir auch 3 Fehlbisse einbrachte. Fast alle Bisse ware sogenannte Nachläufer, d.h. die Forelle wartete bis kurz vor dem Rand mit dem Anbiss. Eigentlich typisch für diese Jahreszeit, in der sich die Forellen meist in Randnähe aufhalten.

Gegen 15:30 zog es sich so zu, das ich Beschloss einzupacken und den halb erfolgreichen Angeltag zu beenden.

Die Moral von der Geschichte, ich rufe in Zukunft Freitags grundsätzlich vorher am Teich an, um evtl. Vermietungen zu erfahren und immer die dem Wind zugewandte Seite wählen, natürlich soweit machbar :-)

Mich würde interessieren ob auch Ihr schlechte Erfahrungen zu fehlende Infos über gänzlich vermietete Hauptteiche gemacht habt. Vielleicht lässt durch ein wenig direkte Kritik beim Betreiber dieser Umstand positiv verändern.

Bis in Kürze, euer Forellino

Verfasst von: forellino | 21. April, 2008

Hello trout world!

Willkommen bei Forellino!

Mein erster Blog und daher bitte ich um Nachsicht, bis ich mit allen Funktionen hier vertraut bin.

In erster Linie möchte ich meine Erfahrungen und Erlebnisse mit anderen begeisterten Forellenanglern teilen und diskutieren. Da ich von Frühjahr bis Herbst fast jedes Wochenende am Wasser bin, wird es sicherlich häufiger etwas zu lesen geben.

In einigen Wochen wird es neben diesem Blog auch ein neue Portal gleichen Namens geben. Näheres werde ich in Kürze hier vorstellen.

Viel Spaß hier :-) <br> Eurer Massimo

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